19. Juli 2015

gut wulksfelde [tangstedt]

Ein Vormittag in Hamburg Tangstedt, der sich anfühlte wie ein Tag auf dem Lande.

Ich hatte ja schon berichtet, dass der Mann und ich neulich für unsere Erdbeermarmeladenproduktion das Erdbeerfeld vom Biohof Gut Wulksfelde in Hamburg Tangstedt abgeerntet hatten.  Inzwischen ist die Erdbeerzeit ja leider schon wieder vorbei, aber auch ohne Pflückorgie ist das Gut einen Ausflug wert. An einem Sonntagmorgen sind wir also mit unserem kleinen Schlauauto (welches locker 3 Bruttoregistertonnen Erdbeeren fasst) aufgebrochen (aber man kann auch direkt mit dem Bus vor die Tür fahren: HVV Buslinie Nr. 276 über Poppenbüttel oder Ohlstedt).

Zu allererst haben wir uns mit einem leckeren kleinen Frühstück im Gutscafé gestärkt. Natürlich habt Ihr sofort erkannt, dass es sich beim Tresen um einen umfunktionierten Baumstammschäler handelt (es gibt dafür ein tolles Fachwort, aber ich habe es vergessen).



Danach haben wir im kleinen Tiergarten (Eintritt frei) eine Runde gedreht und großartige Freundschaften geschlossen. 






Auf der Kinderschaukel haben wir dann heimlich ein bisschen geschaukelt (aber nur 3 Stunden, oder so), um uns danach im kleinen, wilden Bauerngarten ein wenig zu entspannen. Und gerade, als wir dachten: toller kann's ja nicht mehr werden, sind wir mittenmang in die Schweinebande geraten. Hui, das war ein Helau... Eine echt krasse Combo.



Was ich jedenfalls sagen wollte: wir hatten hier eine Menge Spaß. Und wer sich genug Babykekse und Reiswaffeln und Limo und kleine Döschen mit Apfelschnitzeln und feuchte Tücher einpackt, der findet locker irgendwo ein Plätzchen für ein kleines Picknick.
Alles ganz ohne Geld; eine kleine Spende für den - wirklich tollen - kleinen Tierpark wäre natürlich nett. 

16. Juli 2015

alpenkantine [eimsbüttel]

Treffen sich zwei in der Osterstraße. Einer hat ein rot-weiß-kariertes Hemd an, die andere Hunger wie ein Berg. Damit passen wir an diesem lauen Sommerabend ganz super in die Alpenkantine.


Drinnen angekommen findet uns ein gelungenes Understatement an Gemütlichkeit. Kuckucksuhr und handgeschriebene Speisetafeln schmiegen sich an nackte Betonwände und auf grob gezimmertem Holz finden wir kleine Vasen mit frischen Alpenblümchen. 
Wir fühlen uns tatsächlich wie in einem (kleinen) Speisesaal auf der Alm. Ein bisschen wie auf Kirchenfreizeit: lange Tische mit vielen bunten Stühlen, zum Bestellen in einer Reihe anstellen und später artig das Geschirr wegbringen.



Der Blick in die Vitrine offerierter Speisen macht aber schnell klar: anders als in den Kantinen unserer Jugendreisen wird hier nicht zusammengefpuscht was nicht zusammen gehört oder langsam weg muss und satt wird man auch werden. Und statt lauwarmem Hagebutten- oder Pfefferminztee aus Thermoskannen dürfen wir zwischen diversen Biersorten, Cider, Spritzern und Marillenlimonade wählen.
Was das Essen betrifft, so verwerfen wir nacheinander Schnitzel, Quiche, Spätzle und Ravioli und entscheiden uns für Hüttenkäseknödel mit kleinem Salat (8,90 €) und einem Bunten Blattsalat mit Maultaschen (9,90 €). Beides lecker und frisch. 
Und da wir uns bei diesen Preisen auch noch einen Nachtisch erlauben können, haben wir schweren Herzens auch noch den Kaiserschmarrn mit Vanilleeis getestet (7,50 €). Sehr, sehr yummy und eine gute Portion zum Teilen.  
 
Und schon zeigt der kleine Zeiger der Kuckucksuhr auf die zehn und wir müssen gehen. 

Auf jeden Fall kommen wir nochmal wieder, um die vielversprechenden Frühstücksvariationen zu testen! 

Fazit: Nichts für ein romantisches Date und es mag auch bessere Locations für ein plauschiges Freundinnen-Schnuddeln geben. Sehr fein aber für den Hunger nach dem Shoppen und die Mittagspause. Und wer lieber zu Hause essen will, nutzt den Online-Lieferservice oder aber bestellt die Schmankerl vor Ort am Tresen zum Mitnehmen. 



12. Juli 2015

Hei—mmmmmmhhhh--at


Der Mann und ich haben es wieder getan. Erbeermarmelade gekocht.





































Natürlich haben wir die Erdbeeren wieder selber gepflückt, und zwar auf dem Selbstpflücker-Feld vom Gut Wulksfelde.


 
Ziemlich viele haben wir auch selber gegessen und als wir uns dann wieder bewegen konnten, haben wir gleich losgelegt. „Wo ist das Häubchen 2015, Frau?“ hat der Mann mahnend gefragt. Klar. Jedes Jahr gibt es ein selbst gesticktes Häubchen für die Gläser (siehe 2014). Ganz vergessen. 


 
 








Aber mir ist sofort was eingefallen, denn bei Erdbeermarmelade denke ich sofort an Oma und Oma und ihren Garten mit den leckeren Erdbeeren. Deshalb gibt es in diesem Jahr ein Häubchen mit Omas und Opas Haus und ihrem Garten.  Hei – mmmmmhhhhhh-at eben. Gibt es etwas, was mehr nach Heimat schmeckt als selbstgemachte Erdbeermarmelade?
 

 
 
Und die Häubchen macht Ihr aus Resten mal schön nach.




P.S.: Wir hatten einen tollen Tag auf dem Gut Wulksfelde und haben da ein paar richtig coole Freaks getroffen... Davon demnächst dann mehr in der Rubrik HAMBURG.

6. Juli 2015

ahoiiii

Momentan ist mir ja irgendwie so nach Schiffen. Dazu das Meer, ein bärtiger Matrose, ein Leuchtturm im Nebel… naja, sowas eben.  Kein Wunder also, dass mir ständig Maritimes in die Einkaufstasche fällt. Und damit auch was Selbstgemachtes dabei ist, habe ich endlich mal das Kissen gestickt, das ich schon im letzten Jahr entworfen habe: Die See ist eine harte Mutter.

I am so much attracted by ships these days. I am dreaming of the sea, bearded sailors, a lighthouse in the fog… well, that kind of things. No surprise that so many maritime stuff finds place in my shopping bag now. For not only consuming but adding a DIY-aspect, I finally embroidered the cushion that I had designed last year : die See ist eine harte Mutter = the sea is a grim mother.
  
Beim Sticken habe ich laut Seemannslieder gegrölt und mit Kautabak rumgespuckt. Der Mann war natürlich schockiert, ging ja aber nicht anders. So ein Seemannskissen ist ja kein Kindergeburtstag . Deshalb ist es auch aus Jute, denn ein echter Seemann der schläft ja nicht auf Seidengedöns. Zur Jute gehört -  na klar - noch schwarzes Seemannsgarn.  Und schon ist das DIY-Kit fertig. Ist das nicht toll zu meinem neuen Teller aus der Kunsthaltestelle und der Karte von a place called home?
While stitching, I bawled sea shanties and spit out chewing tobacco all the time.  Of course, the man was shocked but what can you do. A sailor’s cushion is not a birthday party. That’s why it is made from Jute, because a real sailor does not sleep on silky trumpery. In my DIY-Kit the jute comes together with black sailor’s yarn.  Doesn’t it look great together with my new plate from Kunsthaltestelle and the postcard from a place called home?








a-h-o-i!