22. Juni 2015

sch(l)af an der nordsee

Am Wochenende waren der Mann und ich schnell mal in Schottland an der Nordsee.



Unser Freund Guido hatte nämlich zusammen mit einem seiner 148 Saxophone einen Gig als Teil einer Bigband in Sankt Peter Ording.

Gewohnt haben wir hätten wir gerne im GOLDENEN ANKER in Tönning.



Dort hatte man jedoch unsere Buchung verschlampt, so dass wir in eine gruselige hell und freundlich eingerichtete Ferienwohnung umquartiert wurden.


Die haben wir uns mit reichlich Küstennebel schön getrunken und schnellstmöglich nur schweren Herzens wieder verlassen, da wir am nächsten Morgen eine Verabredung mit Thomas hatten. Thomas gehört der nette Radverleih RADLOS in Sankt Peter Ording und dort hatten wir uns von Hamburg aus bereits online zwei stattliche E-Bikes ausgeliehen, um die Eiderstedter Halbinsel zu umrunden. Ganz ehrlich...in meinem gesamten Leben habe ich nicht sooooo viele Schafe gesehen wie an diesem einen Sonntag. 


Kleine Schafe, große Schafe, dicke Schafe, dünne Schafe, Kinderschafe, wollene Schafe, nackte Schafe, Schafe mit Nummern, Schafe mit Flecken, dunkle Schafe, helle Schafe... Nur keine umgekippten Schafen. Die waren nicht dabei. Der Mann will mir ja nicht glauben, dass Schafe, die auf den Rücken fallen von alleine nicht mehr hochkommen, deswegen hätte ich gerne mal so eines gefunden. Ein oder zwei Mal habe ich auch mit dem Gedanken gespielt, eines umzukippen und dann "Siehste woll!" zu rufen. Aber der Mann war mit seinem E-Bike sowieso immer 200 Schafe voraus, der hätte uns gar nicht gehört.  

Nur lächerliche pffff 50 km und achtzehntausend Schafe später gab es dann auch bereits den ersten Snack der Tour. Ein Fischbrötchen mit Matjes.


Ich habe mich schon etwas beschwert, weil mir bereits seit Kilometer 21 der Magen knurrte.  Aber der Mann hat gesagt: "Die See ist halt kein Zuckerschlecken, Frau."  Das habe ich ja aber schon fast nicht mehr gehört, weil mir beim letzten Bissen  - während des Big Band Konzertes auf der Mole in Sankt Peter Ording - dann die Augen zugefallen sind. Einfach zu viele Schafe gezählt.



17. Juni 2015

restaurant henny's [winterhude]


Das Henny‘s in Winterhude ist ein Restaurant im momentan so allseits beliebten Boutique-Stil: dicke Polster, dunkle Wände, ein riesiger Kamin, große Leuchten mit dezentem Licht. Das Publikum entspannt sich in casual Chic.



Wie das Interieur ist auch die Speisekarte  eher üppig und schwer und so kann jeder etwas finden: Klassische Norddeutsche Hausmannskost wie etwa Senfeier, außerdem Sushi, Fleisch- und Fischgerichte, Salat… alles da. Eine Vorspeise lässt sich bereits ab 4 Euro, ein Hauptgericht ab circa 10 Euro erwerben, das Angus Filet Steak ist natürlich merklich teurer, was das Angustier ja aber auch wirklich verdient hat.

Unser Besuch im Henny‘s war nett, das Essen solide und der Service angenehm.

Speisekarten, Aperitif und Vorspeisen kommen blitzschnell zu uns. Auf die Hauptgerichte müssen wir dann schon ganz schön lange warten und unsere Absacker müssen wir mit stechenden  Blicken anmahnen.  Hin und wieder mal fehlt uns ein Löffel, eine Gabel, ein Getränk wird falsch gebracht. Alles kein Drama und die Bude war über beide Stockwerke auch wirklich voll an diesem Dienstag Abend. 

Unsere Stimmung also: wir haben bequem gesessen, sind freundlich behandelt worden, es hat uns recht gut geschmeckt und wir haben den Laden nicht rappelarm wieder verlassen. 

Und wäre Winterhude unser Kiez, so würden wir vielleicht auch öfter kommen. Für einen Ritt durch die halbe Stadt jedoch ist dann alles weder spannend noch speziell genug, so dass uns wahrscheinlich nur der Zufall mal wieder durch die Tür weht.

 
P.S.: Die kleine Terrasse vorm Haus bietet auch ein paar Aussenplätze, direkt am Mühlenkamp.

16. Juni 2015

Liverpool

Ich war in Liverpool. Nur einige Stunden. Zum Schlafen quasi. Nix Beatles, kein Sightseeing, überhaupt gar nichts. Es blieb mir nur ein Mini-Spaziergang an den Docks. Allerdings habe ich im Dunkeln den hübschesten Eiswagen der Welt entdeckt. Für einen Moment habe ich überlegt, ob ich die Karre einfach knacke und wir zusammen durchbrennen. Aber ging ja nicht. Der Mann wartet ja immer in Hamburg. Braver Mann.